Kapitel 08, Kino

Von der Sonne gekitzelt erwache ich gegen Mittag alleine in meinem Bett. Ich fühle mich gut. Zum Glück hatte ich noch nie Probleme mit durchzechten Nächten. Mindestens 5 Stunden Schlaf und alles ist wieder auf Null gestellt.

Auf dem Weg ins Bad schalte den Flugmodus auf meinem iPhone aus und erhalte eine SMS von Chris: HEUTE ABEND KINO?!! HOLE DICH UM 19.30h ZUHAUSE AB!

Auf dem Klo sitzend schreibe ich zurück: OK..! und mache mich daran, auch den Rest der allmorgendlichen, zumeist lästigen Prozedur im Bad hinter mich zu bringen.

Wenn meine Frau, wie gegenwärtig der Fall, auf Geschäftsreise im Ausland ist, bin ich immer irgendwie einsam und will Abends nicht alleine Zuhause sitzen. Um so mehr bin ich über die mir ohne viel Aufwand zugeflogene und nun beschlossene Abendplanung zutiefst vorerfreut.

Pünktlich um 19.30h verlasse ich meine Wohnung und steige in den Lift. Unten angekommen ist Chris mit seinem 911er ebenfalls gerade am um die Ecke biegen. Perfektes Timing, What else? Unpünktlichkeit passiert mir und meinen Freunden vielleicht einmal im Jahr und eine potentielle Verspätung gehört seiner Verabredung sofort angezeigt. Warten ist für mich Folter pur und das tut man Menschen, welche man mag und respektiert nicht an.

Ich steige ins geöffnete Cabrio und nachdem wir uns begrüßt haben und Chris mir ungefragt den Rest seines gestrigen Abends in allen Details erzählt, fahren wir auch schon auf die Autobahn Richtung Essen. „In welches Kino fahren wir denn?“ frage ich. „Wirst schon sehen und die Mädels von gestern kommen auch mit.“

Wir fahren zu einer Wohnung in irgendeinem, mir völlig unbekannten Essener Stadtteil. Chris parkt in einer Lücke direkt vor der Hausnummer 11. Mittelmäßige Mietwohngegend. Chris`s Auto ist mehr wert als die anderen 10 Kleinwagen, welche sonst noch vor und hinter uns auf der Straße parken.

Die beiden Mädels begrüßen uns, perfekt rausgeputzt in High-Heels und kleinem Schwarzen, mit Küsschen und drücken mich, als wären wir alte Freunde. Eine Flasche Schampus steht offen auf dem Wohnzimmertisch in einem Eiskübel. Daneben noch einer mit Red-Bull Dosen. Ich bekomme ein Longdrink-Glas gereicht und bediene mich selber. Erster Plus-Punkt.

Champagner-Flöten sind was für`s anstoßen auf dem 60ten Geburtstag von Mami. Ansonsten liebe ich es Schampus aus schlichten Londgdrink Gläsern zu trinken und das Blubberwasser mit Red-Bull zu kreuzen – und dann ist es ja schließlich auch schon wieder in der Reihe der Long Drinks anzusiedeln.

Ich sehe mich gerade etwas im Wohnzimmer der Mädchen-WG um als eine der Beiden mit einer riesigen, leeren Glass-Auflaufform ins Wohnzimmer stolziert kommt und diese auf den Tisch stellt. Aus einem Fenster-Briefumschlag schüttet sie einen riesigen Haufen weißes Pulver in die Auflaufform. Ich versuche mich auf das wesentliche zu konzentrieren.

Total gut drauf steigen wir alle in den Kleinwagen der Mädels und fahren los. Alle erzählen und lachen. Ich fühle mich super. Mein Motor schnurrt mit voller Drehzahl und wartet dass ich die Bremse löse. Alles ist so harmonisch. Ich habe alle total lieb und will am liebsten die ganze Welt umarmen und gleichzeitig unterjochen. In mir brodelt endlos geile Kreativität die sich heute unbedingt noch irgendwie entladen muss.

Erst als ich im Kino neben Chris und wir zwischen den Mädels Platz genommen haben, bemerke ich dass das Kino uralt ist. Lediglich die Sitze sind aus Leder, aus Kunstleder genauer gesagt und mit bemerkenswert großzügigem Platzangebot. Ansonsten hat alles einen sehr barocken Charm! Unsere Plätze sind in Richtung Leinwand auf der ganz rechten Seite und ziemlich weit oben! Es sind keine 10 weiteren Gäste im Saal.

„Ist das ein 3D Film“ frage ich mit hörbarem, zynischen Unterton in die Runde! „Darauf kannst Du dich verlassen“ dringen ihre geflüsterten Worte, flankiert von ihrer feuchten, warmen, spitzen Zunge in mein linkes Ohr. Überrascht zucke ich zurück. War das Absicht? Ich schaue weg, nach rechts. Ich erblicke Christ knutschend mit der anderen, zu seiner Rechten. Seine linke Hand ist tief unterm Rock, zwischen ihren breitgemachten Beinen verschwunden.

Das Licht geht aus, die Vorstellung beginnt. Und plötzlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen, was ich beim nächsten „Ich habe schon einmal Spiel“ ab sofort ebenfalls mit einem klaren „Ich auch!“ beantworten darf.

Die Protagonisten auf der Leinwand haben noch nicht mal Geschlechtsverkehr, da habe ich die Zunge, welche eben noch in meinem Ohr war, auch schon im Mund. Geschickt manövriert Sie dabei meinen Halbharten aus der Hose und verschwindet zwischen meinen Beinen. Bei Chris läuft parallel das gleiche Programm. Dreckig-grinsend strahlt er zu mir rüber.

Nach 10 Minuten perfektem BJ rutschen beide wieder auf ihren Platz zurück und Chris und ich verschwinden, wieder fast parallel, mit unseren Köpfen in ihren Schößen. Unsere Blicke treffen sich beim Stellungswechsel erneut kurz grinsend. Plus Punkt Nummer 2 in dieser bisher so perfekten Nacht, sie trägt kein störendes Höschen. Ca. 10 Minuten später und wieder fast gleichzeitig rutschen wir beide hoch und ficken die Beiden, entspannt über den Sitz gelehnt. Auf der Sitzfläche liegend hat sie ihre Beine auf meine Schultern gelegt. Irgendwann sehe mich, abgelenkt von einer im Augenwinkel kurz wahrgenommenen Bewegung nach rechts und nach hinten um. Ich kann im halbdunkel noch 4 weitere Gruppen ungestört in Aktion ausmachen. Eine davon nur ca. 3 Meter entfernt und nur 1 Stuhlreihe weiter vorne. Wie ein geiler Spanner versuche ich mit zusammen gekniffenen Augen durch die Dunkelheit etwas zu erkennen. Zwei komplett nackte Weiber bedienen einen Typen. Eine sitzt auf seinem Schoss und reitet ihn langsam ab während er sein Gesicht tief im Arsch der anderen versenkt hat. Sie kniet dabei auf den Armlehnen und küsst die Reiterin. Als diese sich vor Lust windend nach hinten, an die Lehne der vorderen Stuhlreihe lehnt, sieht mir das Mädchen mit der Zunge von dem Typen im Arsch, direkt in die Augen.

Die Situation erregt mich ungemein. Ja, ich würde sagen, ich bin bis zum explodieren geil!

Kurz bevor ich komme setze ich mich auf ihren Platz zu unserer linken und sie ist auch schon da um meiner Geilheit oral den Druck (auf)zu nehmen.

Auch mein Magen ist zwischenzeitlich leer und macht sich durch Hunger bemerkbar. Da es im Kino keinen Alkohol, kein Essen, geschweige denn Koks gibt, verlassen wir das Kino nach ca. 1 Stunde schon wieder und fahren erneut zur Wohnung der Weiber. Zurück zum Schampus. Zurück zum Koks.

Auf dem Heimweg drückt mir Chris ein kleines Tütchen aus Plastik in die Hand. Ich kann fühlen, dass sich etwas dickflüssiges darin befindet. Erstaunt sehe ich ihn an. Er grinst und nickt! Ich reiße es auf und schlucke den Inhalt. Es schmeckt bitter-süßlich nach Orange und ich ahne, dass ich seine Wirkung heute Nacht noch gut gebrauchen kann.

Wir spielen das „Ich habe schon einmal Spiel“ welches ich mit dem Satz“ Ich war schon mal in einem Pornokino“ eröffne. Nullrunde aber die Möglichkeit einen Punkt zu machen, gebe ich für diese galante Eröffnung sehr gerne ab.

Der alleinige Verlierer, welcher das reihum vorgegebene noch nicht erlebt hat, muss einen Schnaps trinken. Eigentlich gehe ich aus diesem Spiel immer als strahlender Gewinner hervor. In dieser Runde, egal was wir, aus welchen Tiefen unserer persönlichen Hölle auch ausgraben, die Anzahl der getrunkenen Verliererschnäpse bleibt auch nach einer guten Stunde spielen, im einstelligen Bereich.

Doch wir trinken und Koksen dabei alles was sonst noch da ist und plötzlich befinde ich mich irgendwie mitten in einem GangBang. Die Mischung der Oral und nasal zu mir genommen Substanzen und Flüssigkeiten übernimmt die Kontrolle über meinen Zeitstrahl. Mal bin ich, trotz physischer Anwesenheit total weit weg und plötzlich bin ich wieder da, in einer anderen Stellung, mit der anderen Frau als noch gerade eben. Zeitweise sehe ich uns 4 von oben zu. Unsere Körper glänzen vom Schweiß. Wir ficken alle wie Maschinen im Takt der lauten Musik. Die Frauen durch das viele Koks total unersättlich. Unsere Schwänze prall und hart werden von einem unsichtbaren Pornoregisseur in unserem Kopf in immer neue Stellungen dirigiert welche unsere Körper mit unendlicher Energie ausgestattet, spielerisch umsetzen.

Unsere sexuellen Gedanken sind in einem kollektiv verschmolzen und es passiert nichts, was nicht schon in irgendeinem Porno passiert ist, und zwar in genau dieser Art und Weise. Immer wieder…

Die frische kalte Morgenluft tut mir gut. Ich fahre Chris`s Porsche Cabriolet mit offenem Verdeck auf die Autobahn Richtung Düsseldorf und gebe Gas. Er ist noch etwas neben sich, scheint aber ebenfalls so langsam durch die frische Luft, wieder klar zu werden. Die Mädels haben, wahrscheinlich noch irgendwo geschlafen. Jedenfalls lief uns keine über den Weg, als wir uns heute Morgen geduscht haben. Sogar den „Neue-Zahnbürsten-Vorrat“ konnte ich im Badezimmer der Mädchen finden und genügend frische Handtücher gab es auch.

„Frühstück?“ „What else!“ ist der einzige Dialog zwischen uns auf dem Weg nach Düsseldorf, ins Kaffee. Im Chatraum sind nur noch wir zwei Grinsekatzen und es ist erst mal alles erlebt und alles gesagt.

Das Kaffee ist ziemlich voll. Chris steuert zielstrebig den 4er Tisch 2er Freundinnen an, welche sich bestimmt jeden Samstagmorgen, in irgendeinem (von zwei max. drei verschiedenen) Cafe(s), um die gleiche Uhrzeit, beim Frühstück aus der letzten Woche ihres langweiligen, unerfüllten Lebens erzählen und sich mit Negativitäten zu übertreffen versuchen.

„Dürfen wir die letzten 2, noch freien Plätze in diesem Kaffe, an Eurem Tisch belegen?“

Die beiden sind ca. Anfang 30, gepflegt und gut gekleidet, nicht arm und ziemlich süß. Sie sind sichtlich erfreut über unsere Offensive und grinsen ganz verlegen, als wir uns zu ihnen setzen. Erst als wir fertig gefrühstückt haben, alles abgeräumt wurde und wir jeder noch einen doppelten Espresso serviert bekommen haben, spricht Chris sie (erneut) an. Die beiden haben zwischenzeitlich den Milchschaum von einem Latte Macchiato nach dem anderen gelöffelt und wie wir, fast kein Wort mehr miteinander gewechselt.

Der Vertriebler in Chris ist schon wieder voll angefixt und hängt sich mächtig rein, die offensichtlichen Eigenschaften eines heutigen Traummann in der City dezent und ganz nebensächlich in den Small-Talk mit einfließen zu lassen. Die Mädels sind beide vollkommen und offensichtlich interessiert.

Meine Gedanken sind aber bei meiner Frau. Sie kommt heute von ihrer Geschäftsreise aus London zurück und ich freue mich wahnsinnig auf Sie und darauf, mit ihr das vor uns liegende Wochenende zu verbringen.

Ich verabschiede mich also mit den Worten, „Tschüß zusammen, ich fahre jetzt meine Frau vom Flughafen abholen“ und stoße damit für Chris die romantischen Tore der beiden Mädels meilenweit auf.

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