Kapitel 08, Kino

iPhone, Geld und Autoschlüssel sind gerade eingesteckt als es pünktlich um 09.00h an meiner Haustüre klingelt. Wie jeden Freitag, Montag ebenfalls, lasse ich meine Putzfrau in die Wohnung und verlasse diese dann zeitgleich.

Ich hasse es, wenn sich fremde Leute in meiner Wohnung, meiner Privatsphäre aufhalten. Wenn ich aber nicht da bin, ich es also nicht sehe und auch nicht bewusst daran denke, ist es das kleinere Übel als wenn ich auch noch Zeit dafür aufbringen müsste, meine Bude immer wieder in Ordnung zu bringen. Und nach letzter Nacht gibt es wieder mal viel für die kleine Philippinin zu tun.

„Kennt ihr „Gett Off?“ von Prince?“ habe ich die beiden, kurz nachdem wir letzte Nacht bei mir Zuhause aufgeschlagen waren, mit meinem sympathischsten, schelmischen Grinsen gefragt? „Da singt er von Twenty-Three Positions in a One Night Stand!“ Während unseres unmittelbar darauf folgenden 3ers kamen wir, beim reihum Stellungsvorschlagen und –fögeln, durch alle meine Zimmer.

Nachdem ich mein Auto vor und mich in einem gemütlichen Sessel in meinem Stammkaffe geparkt habe, in welchem ich meistens abhänge, während meine Putze zuhause für ihre Familie auf den Philippinen Geld verdient und noch bevor ich mein Mac Book Air vor mir aufklappe, schließlich muss ich auch im Home Office für die Mitarbeiter in meinem Team erreichbar sein, schreibe ich Hubert folgende SMS:

HEUTE ABEND KINO?!! HOLE DICH UM 19.30h ZUHAUSE AB!

Nachdem ich nachmittags Zuhause gecheckt habe, ob die Putze auch alles wieder schön ordentlich gemacht hat, und ich alles wieder in perfekter rechtwinkliger Ausrichtung auf seinen Platz gestellt habe, was sie während ihrer Tätigkeit verrückt hat, lege ich mich nach einer ausgiebigen Dusche mit Komplettrasur noch für eine Stunde nackt in mein frisch bezogenes Bett und chille etwas bei leiser Musik, bevor ich mich fertig mache um auf dem Weg nach Essen Hubert abzuholen.

Ich bin mal gespannt was das heute Abend wird. Schließlich habe ich die Mädels gerade zweimal in meinem Leben getroffen. Beide Male haben wir nicht wirklich viel miteinander geredet und wirklich kennen gelernt habe ich letzte Nacht nur ihre schamlose, experimentierfreudige Lust am Sex. Perfekt also, um darauf aufzubauen. Schließlich suche ich Abenteuer und nicht die monogame, traute, von Monat zu Monat langweiliger werdende Zweisamkeit einer festen Beziehung. Meinen Vorschlag, mit ihnen mal in DAS Kino in Essen zu gehen fanden die beiden so toll, das sie mich gleich für heute Abend, zu sich nach Hause eingeladen haben. Ich solle doch auch meinen süßen Freund von gestern aus der MilchBar mitbringen, damit es etwas ausgeglichener ist.

Auf der Fahrt nach Essen ist unsere Kommunikation, nachdem ich Hubert kurz aber ausführlich von gestern Abend erzählt habe, auf das Mindeste beschränkt. Zwischen Hubert und mir brauchte es noch nie überflüssige Worte.

Die beiden wohnen in einer unterdurchschnittlichen Gegend. Nun kurzweilig durch meinen Porsche aufgewertet, welchen ich zumindest direkt vor dem Haus der Mädels parken kann. Nach kurzer Begrüßung mit Champagner servieren Sie auch schon stolz ihr Koks und ich verspüre Vorfreude auf einen geilen Wochenendauftakt.

Die Mädels wollen, um das Taxi zu sparen, unbedingt mit ihrem Auto fahren. Das ich oder Hubert das bezahlt hätten ist selbstverständlich. Ohne die Zeit eines Wortes zu verschwenden steige ich ein. Ich will los. Die beiden sind von Koks und Champagner total hibbelig. Kämen wir jetzt in eine Polizeikontrolle würde der Führerschein ohne Umweg direkt nach Flensburg geschickt und der Abend wäre gelaufen. Erstes ist nicht mein Problem. Zweites würde ich aber durchaus bedauern. Ich hasse Planänderungen!

Ohne Hindernisse und in bester Stimmung im Kino angekommen besorge ich uns vier Tickets, deute allen an mir zu folgen und halte beim betreten des Kinos ausschau nach einem guten, freien Platz. Ich setze mich rechts neben Hubert. Die Mädels platzieren sich, nach ihrer Wahl, jeweils außen neben uns. Kaum haben wir alle Platz genommen, nimmt die rechte mit ihrer rechten, meine linke Hand und führt sie so zu sich, das ich spüren kann, dass sie keine Unterwäsche trägt. Ich liebe es, wenn meine Vorlieben Realität annehmen.

Kurzer, guter BJ. Kurzer, guter GV. Interessant dabei, Hubert`s anscheinend erstes Mal in einem Porno Kino zu beobachten. Nachdem seine linke Sitznachbarin knutschend über ihn her gefallen ist, und während Sie sich danach am Reißverschuss seiner Hose zu schaffen machte, sieht er mich mich mit einem interessanten Blick, einer Mischung aus Überraschung, Erkenntnis und geiler Vorfreude, grinsend an. Nach einem kurzen WarmUp mit HappyEnd verlassen wir das Kino nach einer knappen Stunde schon wieder mit Ziel Wohnung der Mädchen. Irgendwie war die Kino-Nummer auch schon mal geiler. Liegt es an den Mädchen oder wird dieser Film von mal zu mal langweiliger? Das war heute auf jeden Fall das letzte Treffen mit diesen Mädchen. Als Zähler zählt eh nur das erste Mal. Die zu übertreffende Marke aus dem letzten Jahr liegt hoch und meine Zeit ist endlich. Das Wissen von Champus und noch einer Menge Koks bei den Mädchen zuhause kommt wie ein kräftige Windböe über die lodernde Glut meiner unersättlichen Abenteuerlust und bringt mich zurück aus meinem kurzen Gedankenabstecher.

Bevor wir die Bude der Mädels erreichen, drücke ich Hubert noch eine Liquid Viagra in die Hand und hoffe, dass sich die Mädels gleich ausreichend weisses Pulver in die Blutbahn schniefen. Ansonsten sehe ich unsere heutigen Grenzen in zwei völlig unterschiedlichen Universen liegen.

Kaum angekommen, tragen wir alles essbare und alkoholische beim Koks auf dem Wohnzimmertisch zusammen. Mit dem Satz“ Ich war schon einmal in einem Porno Kino“ eröffnet Hubert grinsen das Ich-habe-schon-einmal-Spiel. Die Mädels scheinen es zu kennen. Im Chor mit mir zusammen grölen Sie: „Ich auch!“

Dieses Spiel, in dieser Runde hätte nur der Leibhaftige persönlich gewinnen können. Selten musste ich so tief in meinen dunklen Erlebniskeller hinabsteigen. Und trotzdem haben die Mädels immer mit einer mindestens ebenso frivolen Erfahrung pariert. Das Drehbuch, welches dabei in meinem Kopfkino entsteht führt mich über den Rand meiner Beherrschung. Ich kann nicht mehr..

Immer noch etwas benebelt aber grundsätzlich fit und grinsend sitze ich auf dem Beifahrersitz meines Porsche. Wir fahren auf die Autobahn Richtung Düsseldorf. Hubert gibt Gas. Die Beschleunigung, der noch kühle, junge, sonnige erst Tag des mir bevorstehenden Wochenende und ein geiler Musiktrack von meiner Playliste, bringen mich rasch in beste Laune.

Im Frühstückskaffe angekommen ist mir Fortuna hold. Die letzten beiden freien Plätze sind an einem 4er Tisch welcher von 2 hübschen, weiblichen Optionen belegt ist. Mit verlegenem Lächeln bejahen Sie unsere Anfrage nach dem freien Platz. Ich grinse ein ehrliches Lächeln während wir (erst mal nur ihren) Platz nehmen.

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