`N SCHEIß MUSS ICH!

Essen, trinken, schlafen und irgendwann aufs Klo. Ja, das MUSS ich wirklich. Denn diese vier Tätigkeiten sind überlebensnotwendig. Gleich danach kommen die Dinge, die wir als Gegenleistung für ein komfortables Leben tun müssen. Doch wie viele Dinge tust Du darüber hinaus, obwohl Du gar keine Lust dazu hast? Unnütze Dinge. Dinge ohne Ertrag. Dinge ohne Spaß und Unterhaltung. Dinge, die du hasst. Und dennoch tust Du sie immer und immer wieder!?

Hast Du Dich schon einmal ernsthaft gefragt: Warum?

Freust Du Dich tatsächlich auf die Geburtstagsfeier zu Tantes 85sten? Oder besuchst Du sie nur, weil du hoffst, so eines Tages positiv in ihrem Testament erwähnt zu werden? Oder das langweilige Pärchen, mit denen Du monatlich einen Abend Deiner Freizeit verbringen musst, nur weil Deine Frau sich mit IHR gut versteht. Monatlich quälst Du Dich zum Vereinstreffen, zur Mitgliederversammlung oder ins wöchentliche Training der Mannschaft, zu der Dich wahrscheinlich noch Deine Eltern angemeldet haben. Du bist der Meinung, ohne Dich geht es nicht oder die anderen könnten schlecht über Dich reden, wenn Du fehlst. Ins Fitnessstudio gehst Du doch auch nicht mehr, obwohl du jeden Monat die Mitgliedsgebühr vom Konto abgebucht bekommst!?

Oft ist es Tradition, die uns verpflichtet. Meistens aber Angst vor der Meinung anderer oder vor unserem möglichen, plagenden schlechten Gewissen, wenn wir mit den seit langer Zeit fest in unserem Leben verankerten Abläufen brechen.

Wenn ich von meiner wöchentlichen Lebenszeit arbeiten, schlafen, die notwendige Zeit, die für den Erhalt eines gewissen Komforts in meinem Leben notwendig ist und die Dinge, die mir Spaß, Freude und Unterhaltung bringen abziehe, bleiben nur noch sehr wenige Stunden übrig. Warum sollte ich diese Zeit an Sachen verschwenden, die mir schon beim alleinigen Gedanken daran schlechte Laune bescheren.

Auch eine Freundschaft oder die Familie sollte kein Fass ohne Boden sein und nur stetes Geben für Dich bedeuten. Blut mag zwar dicker als Wasser sein. Aber welchen Vertrag hast Du mit ihnen unterschrieben? Manche Freunde können für Dich besser sein als andere oder einige Mitglieder Deiner Familie. Lass Dich von Deinem Bauchgefühl leiten. Nicht länger von Deinem schlechten Gewissen oder Deinem sogenannten Pflichtbewusstsein treiben.

Ein klar definiertes Geben, um zu bekommen, hingegen ist ein Geschäft. Ein solches sind wir bewusst eingegangen. Dieses hat einen Zweck. Welchen Zweck aber haben Dinge im Leben, deren Ende wir uns bereits vor ihrem Beginn herbei sehnen und die für uns nichts außer Aufwand bedeuten?

In meinem Leben gibt es keine unangenehmen Verbindlichkeiten oder Geschäfte mit negativem Ertrag mehr. Warum? Weil ich meine Tätigkeiten hinterfrage. Ich versuche immer das wahre Motiv, die Richtung meiner Motivation, die Auswirkungen meines Handelns, sowie den eigentlichen Nutznießer zu (er)kennen. Ach ja, und ich höre privat auf meinen Bauch. Im Job gibt es schon genug Geschäfte, die wir täglich eingehen müssen.

Ab und zu rutscht auch mir im Eifer des Gefechts oder aus einer Laune heraus, noch eine, im nach hinein betrachtet, unangenehme Verbindlichkeit rein. Wer eine spätere Absage unter Angabe von ehrlichen Gründen nicht versteht, hätte (m)eine Zusage sowieso nicht verdient. Und bei all meinem gesunden Egoismus, mir vergeht der Spaß, wenn ich wüsste, meine Begleitung hat mir nicht ausschließlich freiwillig und mit Freude eine Zusage erteilt.

Es ist eine selbstverständliche Frage des Respekts anderen gegenüber ehrlich zu sein, wenn man selbst Ehrlichkeit erwartet. Die vielen kleinen Lügen, die oft gegenüber den Menschen, die wir lieben als kleine Ausrede benutzt werden, sind einzig Zeugnis (D)einer schwachen Persönlichkeit. Was ist so falsch an der Wahrheit? Warum hast Du Angst und gehst lieber den respektlosen Weg eines Lügners?

Es gibt so viele schöne und tolle Dinge auf dieser Welt. Warum also nicht alle Deine mögliche Zeit damit verbringen. Es gibt noch so viele Dinge, die Du (noch) nicht ausprobiert hast. So viele Dinge, die vielleicht Deine große Leidenschaft werden und Dir viel Freude bereiten könnten. Denkst Du, sie kommen irgendwann zu Dir? Sie laufen zwar nicht weg, doch bist Du wirklich der Meinung, Du hast noch ewig Zeit?

Denkst Du und Dein sogenanntes Pflichtbewusstsein möglicherweise wirklich, dass Du immer erst mal leiden musst, bevor Du etwas Gutes verdienst?

Du denkst jetzt vielleicht: Das geht nicht? Das kannst Du doch nicht tun?
Dann ließ diesen Text mindestens noch einmal oder bleib weiterhin das Mittel zum Zweck Anderer.

.. und sollte Dein Neid gerade Wut in Dir auslösen, hast Du mehr verstanden als Du vielleicht denkst. Doch nicht ich, sondern Dein Ärger über Deine eigene Feigheit sind der einzig wahre Grund dafür..!

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Veröffentlicht in 2014, Blog

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